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In der politischen Landschaft Perus hat sich in letzter Zeit einiges getan. Bei den Lokal- und Regionalwahlen 2011 mussten die traditionellen Parteien Sitze abgeben. Vor allem regionale und örtliche Bewegungen sind sehr stark und werden als Alternative zu den nationalen Parteien betrachtet.
Bei der Präsidentschaftswahl hat sich Ollanta Humala gegen die Tochter des ehemaligen Präsidenten Fujimori durchgesetzt. Nicht alle sind über diese Wahl erfreut, bezeichnen aber Humala als das kleinere Übel. Die Bevölkerung entschied sich gegen die Scheindemokratie Fujimoris, welche von Korruption und ;enschenrechtsverletzungen geprägt war.
Die politischen Veränderungen können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch immer grosse Ungleichheiten gibt. Vor allem die indigenen Völker in den Anden und im Amazonasgebiet sind von Armut betroffen und werden weiter diskriminiert. Die Interessen der Behörden oder der Bergbaugesellschaften werden höher gewichtet als das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung. Deshalb ist es wichtig, dass sie ihre Rechte kennen: «Wir wollen, dass den Menschen hier bewusst wird, dass sie Rechte haben», erklärt Mauricio Rodriguez, Direktor von Radio Pachamama.
In den nächsten Jahren wird sich Fastenopfer aus der Projektarbeit in Peru zurückziehen. Umso wichtiger ist es, dass die Projektpartner in dieser Übergangszeit begleitet und auf die Zukunft vorbereitet werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt daher auf der Stärkung der lokalen Führungsleute. Sie werden künftig der benachteiligten Bevölkerung eine Stimme im politischen und gesellschaftlichen Raum geben. Es ist wichtig, dass die regionalen Bewegungen langfristige Perspektiven entwickeln, um den grossen Problemen Perus wie Korruption, Arbeitslosigkeit und mangelnde Sicherheit etwas entgegen zu stellen.
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