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Seit 60 Jahren herrscht in Kolumbien ein bürgerkriegsähnlicher Zustand: Militär, Paramilitär, Guerillas und die Drogenmafia bekämpfen sich gegenseitig. Die Rechte der Landbevölkerung werden mit Füssen getreten. Mit der Wahl von Juan Manuel Santos zum Präsidenten Kolumbiens 2010 ist Hoffnung aufgekommen, dass sich die Lebensbedingungen verbessern werden. Viele Organisationen haben die Frage nach einer gerechten Landverteilung neu aufgeworfen. Doch auch der neue Präsident führt die neoliberale Wirtschaftspolitik weiter. Die Verteilung des Landes führt zu vielen Konflikten. So gibt es zwar seit 1991 ein Gesetz, welches den Staat verpflichtet, einen Teil des Bodens der indigenen Bevölkerung zurückzugeben. Doch der Umsetzung werden viele Steine in den Weg gelegt, insbesondere von den Grossgrundbesitzern. Diese wollen ihr Land nicht abgeben. Sie versuchen, die Bevölkerung einzuschüchtern und zu vertreiben. Diese Gewalt fordert immer wieder Todesopfer. Trotzdem gibt es Erfolge und immer mehr Land wird in die Hände der Landbevölkerung übergeben. Doch oft ist der Boden von jahrelanger Überweidung oder Kokainanbau ausgelaugt und muss zuerst fruchtbar gemacht werden. Die Zurückgewinnung des Bodens bedeutet für die Landbevölkerung mehr als Unabhängigkeit und eine Grundlage für eine sichere Ernährung: «Dort, wo wir Land zurückgewonnen haben, gibt es ein Fundament für Frieden und ein Fundament für Umweltschutz. Ein Fundament für Frieden, weil wir keinen Drogenanbau dulden. Ein Fundament für den Umweltschutz, weil wir mit unseren Anbaumethoden die Wasservorräte schonen», erklärt Victor Felix Sabogal, Koordinator einer Partnerorganisation. Damit die Projekte von Fastenopfer Erfolg haben braucht es nicht nur einen langen Atem der Bevölkerung. Es braucht auch viel Ausbildung in nachhaltiger Landwirtschaft und einen umfassenden Schutz der Menschenrechte. |
Koordination und Programmverantwortliche
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Elsy Marulanda |
Alicia Medina |
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