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Kenia: Die Zivilgesellschaft trägt zur Konfliktlösung bei

 
 

 

 

Bezeichnend für die Situation in Kenia ist der Konflikt um den Mau- Forest, wo sich die grösste Wasserfassung Kenias befindet. Durch die starke Besiedlung wurde der Wald immer mehr zerstört. Schliesslich wurden die illegalen Siedlerinnen und Siedler evakuiert. Dabei kam es zu Ungerechtigkeiten, da Grossgrundbesitzer bleiben durften während vor allem Kleinbauernfamilien das Gebiet verlassen mussten. Solche Konflikte um Land gibt es immer wieder, auch unter verschiedenen Volksgruppen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hälfte der Bevölkerung in unsicheren wirtschaftlichen Verhältnissen lebt. Am meisten betroffen sind die Familien, welche in abgelegenen Regionen als Viehzüchter und Kleinbauern leben. Um den gewalttätigen Konflikten entgegenzuwirken, unterstützt Fastenopfer die Arbeit von friedensstiftenden Organisationen. Die Projektpartner suchen nach den Ursachen der Konflikte und besprechen mit den Beteiligten konkrete Lösungen. «Durch meine Arbeit bin ich mehr denn je überzeugt, dass es nur eine Antwort auf die Probleme gibt: das Gespräch», sagt der 65-jährige David Wainaina von Ol Moran. Die Friedensstifter regen auch Diskussionen zu Bräuchen und Verhaltensweisen an, welche Konflikte begünstigen und suchen gemeinsam nach Lösungen. So singen die Frauen Friedens- und nicht mehr Kriegslieder und die Jungen müssen als Mutprobe nicht mehr die Viehherde des Nachbarn stehlen. Ein weiteres Beispiel für solche Veränderungen ist die Frauenbeschneidung. Mit alternativen Ritualen wird der Übergang ins Frauenalter auch ohne Beschneidung möglich. «Um unsere Massai-Kultur zu bewahren, müssen wir uns weiter entwickeln. Sonst haben wir keine Zukunft», sagt einer der Ältesten aus dem Dorf Olorte. Konflikte, die konstruktiv angegangen werden, tragen allgemein zur Sicherheit der benachteiligten Bevölkerung bei. Wie notwendig wirksame, langfristig angelegte Friedensarbeit ist, zeigt sich vor allem in Krisensituationen. Zum Beispiel als wegen der lang anhalten den Trockenheit im Sommer 2011 die Nahrungsmittel in manchen Regionen knapp wurden.

  

 

 

 

 

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Stellamaris Mulaeh
Stellamaris Mulaeh
Felix Wertli
Felix Wertli

 

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