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Frieden und Gerechtigkeit sind nicht umsonst zu haben
Die Republik Guatemala ist etwa zweieinhalb Mal so gross wie die Schweiz, die Bevölkerung beträgt rund 12.7 Millionen EinwohnerInnen. Diese setzt sich zusammen aus den zwei grossen Bevölkerungsgruppen der Indígenas und der Mestizen (Ladinos) sowie aus kleineren Gruppen von Weissen und Schwarzen.
Das Land ist geprägt von grossen sozialen Unterschieden. Das 1996 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg abgeschlossene Friedensabkommen, welches unter anderem umfassende wirtschaftliche Reformen und mehr Rechte für die Indiobevölkerung sowie eine Wiedereingliederung der Guerilleros in das zivile Leben vorsieht, wurde bisher nur sehr zögerlich umgesetzt. Unter der feh¬lenden Landreform, dem schlecht funktionierenden Justizsystem, dem ungesicherten Zugang zu Trinkwasser, zu Arbeit und zu Bildung leidet ein grosser Teil der Bevölkerung. Armut, Krankheit und Analphabetismus sind die Folgen. Viele Flüchtlinge und intern Vertriebene aus der Zeit der Militärdiktaturen leben noch immer unter prekären, unsicheren Bedingungen.
Das Fastenopfer unterstützt gezielt Initiativen in den Bereichen Friedensförderung, Wiederaufbau und Stärkung des sozialen Netzes, Zugang zu und Bewirtschaftung von Land sowie in der Pastoralzusammenarbeit.
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