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Nicht nur in der arabischen Welt demonstriert die Bevölkerung. Seit
Februar 2011 geht die Bevölkerung von Burkina Faso immer wieder auf
die Strasse um gegen das korrupte Regime und die teuren Nahrungsmittel
zu demonstrieren. «Der Präsident entfernt sich immer mehr von der
Realität der Menschen. Die Folge ist der zunehmende Reichtum einer
Minderheit, welche sich um den Präsidenten gruppiert, und die unglaubliche
Armut der Bevölkerung», fasst Abdoulaye Tarnagada, Fastenopfer-
Koordinator in Burkina Faso, die aktuelle Lage zusammen.
Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Während der
Soudure, der alljährlichen Knappheitsperiode, leiden viele Menschen
an Hunger. Zwar wurde 2009 ein neues Gesetz verabschiedet, das den
privaten Bodenbesitz in ländlichen Gegenden ermöglicht. Bis das Gesetz
2013 in Kraft tritt, bleibt aber noch einiges zu tun. Denn die lokale Bevölkerung
wurde bisher kaum über die neuen Möglichkeiten informiert. Zudem gibt es viele Risiken, wie beispielsweise Ungerechtigkeiten bei der Landzuteilung und daraus folgende Konflikte.
Die Fastenopfer-Partnerorganisationen unterstützen die bäuerliche Bevölkerung in ihrem Alltag. So werden beispielsweise vermehrt wieder traditionell überlieferte Landwirtschaftsmethoden angewandt um den Boden fruchtbar zu machen. Häufig sind es die Frauen, welche die mühsame Arbeit verrichten müssen. So beklagt sich eine Bäuerin: «Wenn wir den Boden fruchtbar gemacht haben, nehmen uns die Dorfältesten das Land wieder weg und geben es einem Mann. Wir müssen dann auf einem neuen unfruchtbaren Landstück von vorne anfangen.» Ein Grund mehr für die Animatorinnen und Animatoren der Partnerorganisationen im Gespräch mit den Dorfgemeinschaften nach sinnvollen Lösungen zu suchen.
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