Brasilien: Rechte einfordern im Amazonas (13.07.2010) |
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Gemäss Verfassung haben Indigene in Brasilien das Recht auf eine kostenlose Gesundheitsversorgung. Doch im Amazonas sieht die Realität anders aus. In den Stammesgebieten, den Terras Indigenas, sollen zentrale Gesundheitsposten den Menschen eine Grundversorgung bieten. Das Zentrum in der Aldeia Piranha aber war in einem schlechten Zustand. Deshalb liess der Bürgermeister der Gemeinde Borba, die für die Terra Indigena der Mura zuständig ist, es abreissen und gleichzeitig den Neubau im Nachbarort Jutai beginnen. Der Indianermissionsrat CIMI organisiert mit Unterstützung des Fastenopfers für die Indigenen Trainingsmodule in juristischer Ausbildung. Die Gemeinden organisieren für ihre Vertreterinnen und Vertreter den Transport und die Verpflegung für die fünf Tage. Bei einem Workshop in der Aldeia Piranha informiert CIMI die Mura über ihre Rechte und wohin sie sich wenden können, wenn diese verletzt werden. CIMI unterstützt die Betroffenen beim Verfassen von Klageschriften und bei der Vereinbarung von Treffen mit den Behörden. Hauptakteure sind immer die Indigenen. Den zwölf Mura-Gemeinden in der Aldeia Piranha wird schnell klar, dass sie mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Nach einem gemeinsamen Besuch beim Bürgermeister bleibt die Zukunft des Gesundheitspostens zwar weiter ungewiss, aber wenigstens ist jetzt medizinisches Personal per Boot zwischen den Mura-Gemeinden unterwegs. Und seit einem zweiten Besuch der Mura-Frauen bei der Gesundheitsbehörde begegnet die Krankenschwester in Borba den Indigenen mit Respekt. Text: Charlotte Nager ____________________________________________________ Mehr über die Arbeit von CIMI in Brasilien Verhelfen Sie der indigenen Bevölkerung zu einem besseren Leben:
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